Erweitertes Förderprogramm unternehmensWert:Mensch plus ab sofort verfügbar

19.12.2017


Mit dem Förderprogramm unternehmensWert:Menschen (uWM) haben bereits in den vergangenen vier Jahren kleine und mittlere Unternehmen positive Weichenstellungen in ihrer Unternehmensentwicklung bewirken können. Das Programm wird nicht nur um weitere zwei Jahre verlängert, sondern zudem mit dem Sofort-Programm unternehmensWert:Mensch plus ergänzt.

Wie Fördermittel in der digitalen Transformation in KMU genutzt werden können from Hans-Rüdiger Munzke on Vimeo.

Ziel des Förderprogramms unternehmensWert:Mensch (uWM) ist es, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Angebot für zukünftige Herausforderungen zu sensibilisieren und sie bei der Entwicklung einer zukunftsfähigen und mitarbeiterorientierten Personalpolitik zu unterstützen.  Somit konnten bereits in den ersten beiden Förderperioden erste Erfolge in den vier personalpolitischen Handlungsfeldern

·  Personalführung,

·  Gesundheit,

·  Chancengleichheit & Diversity sowie

·  Wissen & Kompetenzen

erarbeitet werden. Das Förderprogramm  uWM wird auch in den kommenden zwei Jahren KMU auf dem Weg hin zu einer mitarbeiterbeteiligungsorientierten Unternehmenskultur unterstützen.

Das Förderprogramm wurde im September 2017 mit den Angeboten unternehmensWert:Mensch plus für die Themenfelder der Digitalisierung bzw. Arbeit 4.0 erweitert. Das Sofortprogramm unternehmensWert:Mensch plus (uWM plus) ist gestartet worden, um Unternehmen ab ca. 20 Mitarbeiter/-innen (MA), sofern sie die KMU-Kriterien im Europäischen Sozialfond (ESF) erfüllen[1], dabei zu unterstützen, die digitale Transformation in ihrem Betrieb innovativ zu gestalten.

KMU, wie z.B. Handwerksbetriebe, sind beim Thema Digitalisierung noch zurückhaltend. Das zeigt etwa die Unternehmensbefragung 2017 der Förderbank KfW. Während 80 Prozent der Großunternehmen in den nächsten zwei Jahren Digitalisierungsvorhaben eingeplant haben, sind es bei kleinen Unternehmen nicht einmal 30 Prozent. Schwierigkeiten liegen u.a. bei der Anpassung der Unternehmens- und Arbeitsorganisation. Dabei führt die Digitalisierung zu tiefgreifenden Veränderungen in fast allen Branchen, vom Handwerksbetrieb über den Einzelhandel bis zum IT-Unternehmen.

Hier setzt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) mit der neuen Programmlinie des Europäischen Sozialfonds (ESF) namens unternehmensWert:Mensch plus an. Das Programm unterstützt dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und die Gestaltung der digitalen Transformation in Lern- und Experimentierräumen zu erproben. Mit den autorisierten Prozessberatern uWM plus sollen, Innovationsprozesse in Gang zu setzen. Dabei kann es beispielsweise um Angebote zum mobilen Arbeiten, neue Arbeitszeitmodelle oder den Einsatz von digitalen Assistenzsystemen gehen.Aber auch die Büroorganisation, KVP-Maßnahmen von der Bestellung über die Lagerwirtschaft bis zur Fertigung und Leistungsabrechnung mit IT-Unterstützung, oder die BIM-konforme Angebots- und Auftragsbearbeitung sowie die Dokumentation der Leistungserstellung könnte im Förderprogramm uWM plus thematisiert werden.

Das bis 2020 laufende Förderprogramm entstand aus dem Dialogprozess Arbeiten 4.0 und ist mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit verbunden, die vom BMAS initiiert und von den Sozialpartnern getragen wird. Es bildet einen Teil des Gesamtkonzeptes zu Lern- und Experimentierräumen (www.experimentierräume.de).Die ersten autorisierten Prozessberater sind im Meisterteam ab sofort einsatzbereit!

Ausführlichere Hintergrundinformationen haben wir in unserem KrIDe-Wissensportal mit der Themenseite 510 gepostet:
http://ideennetz.dynalias.org/kride/index.php?id=510



[1] Informationen zu den ESF-Kriterien:
KMU mit weniger als 250 Beschäftigten und 50 Millionen Euro Jahresumsatz können in einer kostenfreien Erstberatung klären, ob eine Förderung möglich ist.
Es werden dann bis zu 12 Beratungstage gefördert; die Förderquote beträgt 80%!